Sonntag, 6. April 2014

Video | Eine kleine Hommage an das Musikvideo

Für alle, die heute lieber drin bleiben und keine Lust auf das Fernsehprogramm haben, gibt es hier ein bisschen Futter für Augen und Ohren. Während es schon am Ende des 19. Jahrhunderts erste Versuche gab, Musik und Photo-, bzw. Videoaufnahmen zu kombinieren, dauerte es rund 90 Jahre, bis am 01. August 1981 das erste Musikvideo im amerikanischen MTV lief. Ironie des Schicksals: dieser erste Titel war ausgerechnet der Buggles-Song "Video Killed The Radio Star". 

Von da an ging es Schlag auf Schlag. Jeder Künstler, der was auf sich hielt, produzierte Videos, um die Lieder zu unterstützen. Eine eigene Kunstform ist entstanden und wird bis heute durch immer neue, noch kreativere Beiträge bis auf die Spitze getrieben. Während manche Videos, teilweise muss man schon von Kurzfilmen sprechen, ganze Geschichten erzählen, zeigen andere nur eine simple Performance der Band oder folgen überhaupt keinem bestimmten Konzept. Manche dauern stattliche 24 Stunden, andere sind sehr explizit, manche sind ihrer Zeit weit voraus. Auflistungen der besten und kreativsten Musikvideos gibt es ohne Ende, meist ähneln sie sich in den einstelligen Platzierungen stark.

Zu nennen sind hier neben ungefähr 10.000 anderen auf jeden Fall:

1.) Unkle - Rabbit In Your Headlights (dir. Jonathan Glazer)




2.) Björk - All is Full of Love



3.) OK Go - Here It Goes Again




4.) Michael Jackson - Thriller



...zu viele, um alle aufzulisten.

Fortschritt durch Rückschritt

Eine besondere Ausprägung der Videokunst ist das "Backward"-Video, welches so aufgenommen ist, dass die Protagonisten sich scheinbar vorwärts, während alles um ihn herum sich rückwärts zu bewegen. Auch so produzierte Musikvideos gibt es viele, einige bemerkenswert kreative Beispiele sind Coldplay's “The Scientist” oder "Drop" von The Pharcyde. Hier sind zwei grundverschiedene Beispiele dieses Genre: 

1.)  "From Your Mouth" - im wahrsten Sinne des Wortes

Das erste Filmchen gilt als eines der besten Musikvideos, nämlich das wirklich, wirklich seltsame Video zum Song der amerikanischen Industrial-Rocker God Lives Underwater. Regie führte übrigens damals Roman Coppola, Sohn des legendären Francis Ford Coppola ("Der Pate", "Apocalypse Now"). Zu sehen ist der japanische Ess-Weltmeister Hirofumi Nakajima, wie er...naja... isst. Aber seht selbst:

 


2.) "Tokyo Reverse"

Simon Bouisson und Ludovic Zuili haben ein surrealen Trip durch die Tokyoter Rush-Hour geschaffen, über den man nicht mehr viele Worte verlieren muss:

 

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