Sonntag, 1. Dezember 2013

Von Vintage bis Postmodern - Vinyl in Berlin



Entgegen aller Trends in den meisten größeren Städten Europas wächst in Berlin die Anzahl an Plattenläden simultan zum Hype um das gepresste Polyvinylchlorid stetig. Gemeint sind nicht MediaSaturn oder ähnliche Ketten, sondern die versteckten kleinen Einraumgeschäfte mit minimaler Beleuchtung und zweibeinigen Musik-Lexika als Betreibern. Natürlich gibt es besonders im Mainstream-Bereich auch größere nennenswerte Anlaufstellen wie das Space Hall oder Oye Records, nicht zu vergessen der Kreuzberger Record Sale mit seinen 260.000 Platten, die sich auf 700 Genre und unzählige Quadratmeter verteilen.

Das Musikmagazin FACT hat der Berliner Vinyl-Affinität eine eigene kurze Doku über einige der angesagteren Läden gewidmet:


Für alle, die abseits vom Mainstream suchen, bietet die Stadt natürlich genauso einen endlosen Fundus an Musik. Sei es der passend betitelte Reord Store Berlin am Rosenthaler Platz mit seinem Sortiment an 60s, Motown und Soul, der für das Anpöbeln potenzieller Kunden berühmt-berüchtigte Franz & Josef  oder die zahllosen Black Music und Dancehall-Shops.

Meine Favoriten gehen jedoch eher in die Richtung Core Tex und, allen voran, der Friedrichshainer Bis Auf's Messer. Hier gibt es sehr alte und sehr neue Punk-, Hardcore-, Crust-, Metal-, Ambient-, Synth-, Post-Irgendwas- und 80er-Platten. Für diese Genre gibt es dann auch noch VOPO Records oder, wenn man tief in Punk und antifaschistische Politik eintauchen möchte, das Real Deal Records. Wer dann immer noch nicht versorg ist, der kann auch auf einem der vielen Flohmärkte nach Raritäten suchen und sich kistenweise durch staubige Sammlungen graben. So wie es der Liebhaber eben macht.

Noch ein paar nützliche Links:

Eine mehr oder weniger vollständige Liste von Berliner Plattenläden
— Foursquare-List: Vinyl in Berlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen