Donnerstag, 24. Mai 2012

Joyce Carol Oates - Du fehlst


Kurzbeschreibung via Amazon.de:

Ihre Gefühle der Mutter gegenüber waren gemischt, doch ihr plötzlicher Tod trifft Nikki tief: in ihrem sehr persönlichen Roman zeichnet Joyce Carol Oates ein ergreifendes Porträt einer trauernden Tochter und beschreibt auf packende und emotionale Weise, was es bedeutet, die Mutter zu verlieren.Als Nikki Eaton, Anfang dreißig, unabhängig und eigenwillig, endlich ihr schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter klären will, wird diese Opfer eines Raubüberfalls. Wäre Nikki zehn Minuten eher bei ihrer Mutter eingetroffen, hätte sie deren Tod vielleicht noch verhindern können. Jetzt muss sie sich mit dem plötzlichen Tod ihrer Mutter Gwen auseinandersetzen. Bisher hatte sie diese pflichtschuldig an Feiertagen besucht, immer auf der Hut vor deren Einmischung in ihr Leben. Nun trifft sie der Kummer um Gwens Tod unerwartet und heftig. Engagiert und spannend beschreibt Joyce Carol Oates das Spektrum der Veränderungen und verwirrenden Gefühle in Nikkis Trauerjahr: Lähmung, Wut, Sorge und auch Erkenntnis. Mit Du fehlst hat Oates einen Pageturner geschaffen, ein großartiges Buch.


Ich muss sagen, dass ich mich anfangs etwas schwer tat mit diesem Buch. Der Klappentext hat mich auf eine andere Art Buch vorbereitet, das Mutter-Tochter-Verhältnis wird zwar ausreichend dargestellt, aber nicht auf die Art und Weise, wie ich es mir gewünscht hätte. Der Höhepunkt des Buches findet relativ weit am Anfang statt und ich konnte mir kaum vorstellen, wodurch die restlichen Seiten anhand dieser Geschichte noch gefüllt werden sollten. Im Prinzip geht es nach dem Tod von Nikkis Mutter eher um alle anderen Personen und die Hauptperson kommt eigentlich viel zu wenig zur Geltung.
Dennoch: zwar hat es auf den 488 ein wenig an Tragik und Mitgefühl gefehlt, trotzdem ist es keinesfalls ein schlechtes Buch und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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